Videos im InternetDas Internet hat eine wahre Demokratisierung der Kunst und der Videografie bewirkt. War es früher einigen wenigen Agenturen vorbehalten, Videodatenbanken zu führen und die Videos zu veröffentlichen, so hat nun theoretisch jeder mit Zugang zum Internet die Möglichkeit eigene Arbeiten virtuell auszustellen und entweder kommerziell oder frei anzubieten. Gerade für anspruchsvolle Hobbyfilmer eine gute Möglichkeit sich bekannter zu machen und mit ihrer Leidenschaft vielleicht sogar ein paar Euros dazuzuverdienen. Die Folge davon ist eine wahre Videoflut, durch die sich der interessierte User zu kämpfen hat.

Wer Videos im Internet sucht, wird dabei auf jeden Fall die Hilfe einer Suchmaschine in Anspruch nehmen müssen. Gute Instrumente für die Video-Suche sind spezialisierte Suchmaschinen wie die von Google oder deren Videoportal Youtube. Diese Suchmaschinen werten nicht nur die Dateinamen der Videos aus, sondern auch den schriftlichen Kontext in dem sie stehen. Viele öffentliche Video Hoster bieten zudem die Möglichkeit für die User, Video unter einem bestimmten Stichwort zu suchen, und dem Videoersteller, diese in Alben zu ordnen. Die von einer Video-Suchmaschine angezeigten Video fallen oft unter das Urheberrecht, das besagt, dass die Videos nicht ohne die Zustimmung des Rechtsinhabers genutzt werden können. Auch hier haben die Nutzer eines Sharehoster den Vorteil, dass der Ersteller sich mit dem Hochladen der Videos mit deren freier Nutzung, oder der Nutzung gegen ein kleines Entgelt, einverstanden erklärt hat.

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Das Urheberrecht schützt die kommerziellen Interessen des Videoersteller, wird aber durch die Wahrung der Interessen der Allgemeinheit eingeschränkt. Ein weiterer Aspekt, der bei dieser Thematik interessant wird, ist das Recht am eigenen Videorecht. Darunter versteht der Gesetzgeber, dass jede Person selbst darüber bestimmen darf, ob und in welchem Kontext Video von ihr veröffentlicht werden dürfen. In der letzten Zeit war viel in Schlagzeilen davon die Rede, dass von ungehaltenen Schülern Videos und Fotos ihrer Lehrer im Internet veröffentlicht wurden. Dies fällt sicher unter das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Aber auch Nicht-Lehrer können plötzlich mit Videos der eigenen Person im Internet konfrontiert werden, von denen sie nicht einmal wussten, dass sie aufgenommen wurden.

Da das Internet eine kaum zu überschauende Flut an Videos bietet, ist die Suche nach dem Verantwortlichen meist unmöglich. Es ist nur eine Frage der Fairness, dass der Videoersteller sich vor dem Hochladen des Videos das Einverständnis des Aufgenommenen einholt.

Update: Seit einigen Monaten werden verstärkt Videodateien von urheberrechtlich geschützten Filmen hoch geladen. Zum Beispiel auf dem Streamingportal Movie2k (inzwischen Movie4k). Das Hochladen von solchen Videos ist in Deutschland rechtswidrig. Außerdem verbreiten Streamingseiten wie Movie2k (inzwischen Movie4k) den sogenannten BKA Trojaner (Meldung: Movie4k Virus: Movie2k Nachfolger verbreitet Virus - grundlagen-computer.de). Meiden Sie solche Seiten!

Bildquelle: © Rainer Sturm - pixelio.de
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